Photovoltaik Implementierung im Standard denkbar?

Da wir uns wahrscheinlich einen 9 kWp photovoltaikanlage anschaffen werden, stellt sich die Frage wie man den inzwischen vorteilhafteren Eigenverbrauch erhöhen könnte.

Gibt es da Ansätze/Ideen oder bereits featureideen für künftige IPS Versionen von IPS selbst?

Derzeit gibt es ein paar PV Hersteller eigene Ansätze (z.b. SMA mit dem SMA homemanager und z.b. Anbindung an StiebelEltron ISG Gateway usw.)

Klar kann jetzt jeder IPS User da selbst losbasteln (auch ich) - den angedachten fronius WR abfragen und dann konkret Verbraucher schalten …
Aber wäre es nicht sinnvoll da in IPS z.b. im Standard MISC Modul da etwas einzupflegen…

Z.b. waschmaschine laufen lassen - sinnvoll

Spülmaschine laufen lassen - sinnvoll

Uhrzeit angeben ab wann sinnvoll (aufgrund Wetterbericht, UV Sensor…)

Also eigentlich erstmal eine Ansammlung von Schaltern und Ideen mit der Hinterlegung von Basisskripten
Wetterprognosen hinsichtlich solarer Strahlung

Usw… Hier stecken natürlich noch wesentlich mehr Möglichkeiten / Logiken drin.

Das könnte weitere Kunden aquirieren.

Derzeit wird im Photovoltaikforum (SMA, smart 1, und loxone empfohlen…)
Von IP-Symcon ist da keine Rede.

Da ist riesen Potential…
So wie uns, wird es vielen gehen.
Haus gebaut als der Strompreis günstig war (bei uns 10 Cent) und jetzt 26 Cent!
Da machen sich die vielen damaligen Luft-wp Besitzer zwangsweise Gedanken mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage zu „Reduktion“ der Stromgesamtkosten.

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Morgen mastermind1,

ich bin auch sehr interessiert :smiley:

Wenn ich das im Photovoltaikforum richtig verfolge, dann stehen wir im Moment ja an ungefähr der selben Stelle mit dem Bau der PV Anlage.

Zu meinem Verständnis…

WENN Variable (Regenwahrscheinlichkeit) < X UND Variable (KeinNiederschlagSeit) > Y UND Uhrzeit > 22 Uhr DANN starte Script (Rasensprengen)

WENN Variable (Stromüberschuss) > X UND Variable (WaschmaschineBereit) = true DANN starte Script(Waschen)

Darin siehst du ein Potential? Sowas macht IPS seit Version1. Ich wüsste gar nicht wie ich das in ein Modul packen sollte. Das ist nicht mal ein echtes Script :confused:

Toni

Ich habe mich vermutlich zu kurz gefasst… Wenn dann… klar das ist kein Thema…
Aber im PV Bereich gibt es da mehr :wink:

D.h. Handlungsempfehlungen für die „Hausfrau“, z.b. Waschmaschine heute zwischen 10-12.00uhr laufen lassen.
Wann ist mit dem höchsten Ertrag zu rechnen?
Bei einem passivhaus, macht eine temperaturerhöhung der fbh tagsüber evtl. Sinn, um damit die kühlen Nachttemperaturen (bei einer Luft-wp) zu umgehen…
Uvm…

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Ich steh aufgrund meines Altbaus da absolut nicht im Thema… Aber ist das nicht in den Grundzügen das Gleiche?

WENN Energie grad billig (warm draußen, Sonne scheint, Nachttarif, Holzofen läuft) DANN versuch die „Gratisenergie“ irgendwo zu speichern (Estrich, Warmwasser, EQOO, Pool, bla bla) oder zu verbrauchen (Spühlmaschine, waschmaschine, Icemaker :slight_smile: ) und teurerer Energie einzusparen (Ölheizung abdrehen, weniger Fremdstrom beziehen) .

In der Theorie kann das natürlich sehr komplex sein. In der Praxis hat man aber vermutlich nur ein oder zwei Energiequellen und kaum Möglichkeiten dort was zu managen. Man braucht also vor Ort gar nicht viel logik.

Ich lass mich da aber gern belehren…

Z.b. ist inzwischen der Eigenverbrauch ja das interessantere. Daher haben viele auf der ost/Nordost Seite ein PV Feld und eins auf der Südseite/Südwest Seite.
Die jeweiligen Leistungen sollte man ebenfalls berücksichtigen…
Also morgens z.b. 4kWp durch das ost PV Feld… Und ab mittags + 6kWp für das Süd Feld…

Ist also durchaus ein interessantes komplexes Thema.

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Na klar ist das interessant! Mit PV liebäugle ich schon lange, nur momentan andere Prioritäten.

Aber ohne geeignete Messstellen (die offiziell ja eh vorgeschrieben sind) ist das nur Raterei. Und mit verlässlichen Messwerten wieder nur ein bisschen Mathe, eine Hand voll Variablen und wieder dieses Wenn-Dann-Dingsi…

Ein IPS Modul für Nord-Süd-Ost-Westseite macht IMHO allerdings kaum Sinn. Denn entweder es kommt Energie rein, dann kann ich damit arbeiten, oder eben nicht. Warum und Weßhalb kann ich ja eh nicht beeinflussen. „Liebe Hausfrau, laut der guten Erträge des ostlichen Solarfeldes sollte es sich lohnen heute Mittag die Waschmaschine anzustellen wenn die Sonne über dem größeren südlichen Feld steht“. Und punkt 11 Uhr zieht es zu obwohl der Wetterbericht etwas anderes gesagt hat. Das ist zwar in erster Linie Pech aber auch mit Glück kaum auf 1000 Haushalte übertragbar.

„Jetzt ist der Energieüberschuss grade ausreichend für die Leistungsklasse deiner Waschmaschine und der Wetterbericht hat sonniges Wetter angekündigt“ macht schon eher Sinn.

WENN Variable(Energieüberschuss) > Variable (WaschmaschineVerbrauch) UND Wetterbericht = Sonnig DANN Script(Nachricht an Haushaltshilfe)

EDIT: Ich setz noch einen drauf:

WENN Variable(Energieüberschuss) > Variable (WaschmaschineVerbrauch) UND Wetterbericht = Sonnig UND Uhrzeit + Variable(Waschdauer) < Variable (UhrzeitÜblicherweiseSonneZuNiedrigOderVerschattet) UND Variable(WaschmaschineVorbereitet) = true DANN Script(WaschmaschineAutostart)

Komplex wird es allein dadurch, dass jeder etwas anderes will. Es gibt keine Standards für „wann lohnt es sich“. Einer möchte zu halben Preis waschen, der Nächste nur wenn es gratis ist. Ein dritter hat zu wenig PV auf dem Dach um ne Waschmaschine zu treiben und ein Vierter ne alte Maschine, die man nicht Fernbedienen kann. Da hilft auch kein Modul.

Ein Modul, dass all diese Variablen abfrühstücken kann würde sicher von dem Einzelnen immer nur zu 10% genutzt und verstanden. Ich würde es beispielsweise gar nicht erst installieren weil es mir echt zu doof wäre zig Scripte und Modul-Variablen zu verkaspern für ein einfaches Wenn-Dann-Dingsi… Schau dir das FritzBox-Projekt an. Super Ding! Hat viel Arbeit gemacht, kann alles, frisst viele Variablen, Scripte ohne Ende, Timer über Timer. Du musst dich echt rein fuchsen um es wirklich zu verstehen. Vollkommen oversized wenn ich nur das WLAN (resp. Waschmaschine) An- und Abschalten will. (da gabs mal nen thread, darum komm ich drauf)

Ich glaub du hast Recht. Das ist zu komplex und jeder hat eine andere Anlage, andere Ausrichtungen, andere Leistungen pro Dach, andere Endgeräte die zu bestimmten Konditionen gestartet werden müssen…
Aber vielleicht könnte man zu dem Astronomie Modul noch die Strahlung mit aufnehmen anhand von GPS Koordinaten und Angabe der Himmelsrichtungen, das wäre fein.

Mit den Daten kann man dann selbst jonglieren…

Ich mach meiner Frau glaub eine statusseite mit der derzeit erzeugten Energiemenge und dann kann sie entscheiden was jetzt laufen soll… Damit ist die Demokratie zuhause gewart :wink:

Falls eine PV Anschaffung ansteht, kann ich das photovoltaikforum absolut empfehlen… Dort gibt es einen Angebotsbereich. Da werden Angebote und deren Komponenten/Auslegungen geprüft von alten Hasen… Ein paar Anbieter im Forum machen alternativ Angebote zu sehr guten Konditionen!
Bei uns reichte die Spanne (netto) von 2000€/kWp (örtlicher Anbieter mit falscher Auslegung und 0815 Angebot) bis jetzt 1180€/kWp (bei optimaler Auslegung)
Bei fast 10kWp ist das einiges Erspartes = schnellerer ROI…
Und vor allem lernt man einiges über PV.

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Bei mir steht vermutlich erst eine Sanierung der Dachhaut an und ich drücke mich noch ein bisschen vor der Entscheidung bevor die Umfinanzierung durch ist. Bis dahin werde ich mir wohl die Zeit mit Kleinstanlagen in Eigenbau (quasi Schrott-Recycling fast ohne Investment) vertreiben. Einfach lernen und Spaß haben :wink:

Hallo mastermind1

Bei der ganzen Programierung ist doch eines ausschlaggebend. Wann würdest du dies oder das machen?
Wie kann ich meine Gedanken in digitale Werte umsetzen und dann auswerten?
Das ist doch der Grundansatz einer jeder Programmierung.
Alle vorhandenen Werte auswerten und dann IPS entscheiden lassen. Eventuell muß anschliesend der ein oder andere Wert mit herangezogen werden. Manche werte haben nicht die Gewichtung wie andere,
Wenn jetzt die Sonne scheint und du die Verbraucher einschaltest, wie sieht es in 5 minuten aus?
Also Wetterbericht muß auch noch in die Auswertung.etc.
Wenn du jetzt noch den Wasserzulauf auf Warmwasser hast ???
Meines erachtens ist die optimale Lösung eine Direkteinspeisung über plug and play Module, eventuell aufsplitten auf alle 3 Phasen.

Gruß Matthias

Da kann ich dir die pvgis Seite empfehlen, da kannst du die Einstrahlung auf deine GPS Koordinaten anhand der Neigungswinkel ausrechnen lassen. Damit kann man dann Recht genau abschätzen was eine Anlage (egal wie gross) anhand der verschiedenen Dachneigungen und Himmelsrichtungen an kWh erzeugt übers Jahr…

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Hallo,
da ich selbst zwei PV-Anlagen am laufen habe, will ich mal aus der Praxis berichten.
Meine erste Anlage mit 31.08 kWp habe ich 2010 auf einem gepachteten Dach gebaut.
Die läuft mit Volleinspeisung und spielt daher hier keine Rolle.

2013 habe ich dann auf unserem Haus eine 5.1 kWp Anlage mit Einspeisung und Eigenverbrauch gebaut.
Die Anlage produziert ziemlich genau soviel kWh wie wir auch verbrauchen.

Letztes Jahr sind wir auf einen Eigenverbrauchsanteil von ca. 34 % gekommen.
Die Anlage hat eine Ausrichtung Ost/10°Nord und bringt ca. 850 kWh/kWp.

PV1.JPG

Das mit dem Automatisieren ist nicht so einfach wie man sich das denkt.
Viele Geräte kann man nicht ferngesteuert starten.(Waschmaschine / Spülmaschine)
Was sich bei mir bewärt hat war das Display, das ich unter den Umrichter gabaut habe und einen erstaunlich guten WAF (Woman acceptance factor) hat. (wird auch über IPS angesteuert)

Display.JPG

Hier zeige ich die momentane Leistung der PV an, wieviel kWh sie heute gebracht hat und als wichtigstes ob wir am Hausanschluss gerade einspeisen oder beziehen.

So können wir auf einen Blick sehen, ob es sich lohnt die Waschmaschine anzuwerfen.
Läuft die Maschine erst mal muss man sie auch laufen lassen auch wenn Wolken aufziehen.

Eine Wettervorhersage nützt übrigens nichts wenn schlechtes Wetter angesagt ist und im Schrank keine Klamotten mehr sind :slight_smile:

Wir stellen unsere Spülmaschine immer so ein, das sie am Tag läuft oder starten Sie halt wenn die Sonne scheint.
Um durch automatisierung den Eigenverbrauch zu erhöhen muss man extrem viel Aufwand treiben.

Als erstes muss man das Bewustsein zu der Sache entwickeln, dann ändern sich die Gewohnheiten von alleine.

Hier noch ein Paar Bilder von meinem IPS


Die PV-Anlage

Der Hauszähler

Gruß
Schuggi

Danke für die Erfahrung aus der Praxis… Ja, ich denke das es schwierig bis fast unmöglich ist das alles zu automatisieren.
Wetterprognosen sind unzuverlässig. Momentanerzeugung kann mit den nächsten Wolken wieder runtergehen… Ich denke da jetzt auch am so eine Anzeige mit der aktuellen Stromerzeugung…

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Sehr wichtig ist halt auch der Stromfluss am Hausanschluss, sonst kauft man Strom obwohl man denkt, den Eigenen zu verbrauchen.
Je kleiner die Anlage ist, je größer der Eigenverbrauch!
Wenn die PV übers Jahr so viel erzeugt, wie man im Jahr verbraucht, wird es schon schwierig bis unmöglich einen Anteil von 40% zu erreichen.
Bedenken muss man auch noch, das man nur 4,20€ im Jahr spart wenn man 1% mehr Eigenverbrauch hat.
(Die Zahlen basieren auf meinen Gegebenheiten, kaufen 26 Cent, verkaufen 15 Cent )

Gruß
Schuggi

Servus
Ich habe bei mir eine 3kW Inselanlage installiert.
Alle Anlagenparameter stehen in IPS zur Verfügung, die Anlage ist auch komplett über IPS steuerbar.
Zusätzlich sind fast alle Verbraucher über Plugwise in IPS eingebunden. Damit ist der Stromverbrauch bekannt und die Geräte steuerbar. Natürlich gibt es auch noch das Wetter über Wonderground.

Eigentlich beste Voraussetzungen möchte man meinen… und so bin ich auch drangegangen den Eigenverbrauch zu optimieren und an das PV Angebot anzupassen.

Ehrlich gesagt ich muß zugeben das ich damit mehr oder weniger gescheitert bin. Viel zu vielfältig sind die Randbedingungen, viel zu ungenau die Wettervorhersage, und viel zu unvorhersehbar das Benutzerverhalten.

So etwas als one-fits-all Modul zu erstellen halte ich für ziemlich unmöglich.
Klar, ein bisl ginge schon, insbesondere bei einer Einspeiseanlage, aber von optimal ist das sicher sehr weit weg und eher Placebo. Leider.

gruß
bb

Wir haben z.b. einen Verbrauch von 8000kWh im Jahr.
Unsere luft-Wp schluckt davon 5.000kWh. der Rest ist normaler Haushalt (2 Erw. / 1 Kind)
Aufgrund des hohen Verbrauchs soll auf die ost Seite 4,85kWp für den morgenverbrauch und mittags/Nachmittags 6kWp.
Wir haben das Glück nur 20 Grad Dachneigung zu haben, da ist die ost Seite knapp unter 10% schlechter als die Südwest Seite.
So kriegt man den Eigenverbrauch hoch aufgrund des größeren Zeitfensters…

Für die Einspeisung bekommt man ja nur 12,x Cent zur Zeit. Wenn ich 26 cent für den Bezug zahle, muss ich schauen den Anteil des Eigenverbrauchs natürlich hoch zu bekommen…
Da meine Frau zuhause ist, sollte das machbar sein.
Diverse 24h Verbraucher haben wir sowieso (Lüftungsanlage, Netzwerktechnik, Kamera, fritzbox, IPS, Gefrierschrank, …) - das Grundrauschen ist also schon „gut“.

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Ich glaub der Eigenverbrauch ist nur mit einem Akku gut optimierbar und die sind noch zu teuer.
Eigenverbrauch hin oder her, in den meisten Haushalten liegt das echte Potential in der Einsparung.
Ich bin davon überzeugt das im durchschnittlichen Haushalt schon mal 20-30% Einsparung machbar sind.

Selbst damit ist es schwer… Die Teile haben ladungsverluste und Eigenverbrauch…
Lt. Einige Berechnungen im photovoltaikforum kosten die batteriespeicher pro entnommener kWh ca. 50cent. Erst wenn der Strompreis dieses Niveau erreicht rechnet sich der batteriespeicher. Oder der batteriespeicher muss günstiger werden… Aber grundsätzlich habe ich nichts gegen die Idee… In ein paar Jahren kann es durchaus sein, das ich so was nachrüste… Wer weiß…

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Deine Wp braucht aber doch den meisten Strom im Winter und da kannst du die Leistung der PV vergessen.
Meine 5,1 kWp Anlage hat im November und Dezember zusammen ca. 134kWh erzeugt.

Sehr interessant eure Ehrfahrungen… Vielen Dank dafür.

Ich hätte gedacht, das man da mit IPS mehr machen kann.
Mit dem Speicher hadere ich auch immer noch.