Haussanierung: KNX, Zigbee, Shelly?

Ich habe fahre jeden 3er Steckdose mit einer 5 adrigen Leitung an. Es gibt bei mir ungefähr 5 Steckdosen im Haus, die ich nicht schalten kann. Würde ich jederzeit wieder so machen.

Mich würde mal interessieren was ihr da so schaltet. Ich hab jeden Raum auch 5adrig angefahren. Kann also auch zwei Steckdosen je Raum schalten. Brauch ich das? Nein. Außer im Wohnzimmer wo der Weihnachtsbaum steht nutze ich es nicht. Und auch das ist jetzt hinfällig weil eine smarte Lichterkette gekauft wurde.

Viele Grüße
Stephan

Quasi nix. Die Zeit der Geräte mit „echtem“ Netzschalter ist auch vorbei. Bei Geräten mit elektronischen Einschalter ist die schaltbare Steckdose meist nutzlos, die Geräte bleiben bei Spannungswiederkehr erstmal aus. Dumm gelaufen…

Bei mir sind’s im Bad noch solche Steckdosen wie Fön im Waschtisch, das wird nur bei Anwesenheit eingeschaltet. Und einige sehr wenige „normale“ Leuchten werden über Steckdosen geschaltet sowie Weihnachtsdeko-Steckdosen.

Die überwiegende Anzahl unserer schaltbaren Steckdosen werden nie geschaltet, obwohl jede 3er Steckdose 5-adrig angefahren wird (also theoretisch alles einzeln schaltbar) und mindestend eine in jeder 3-er Kombination auch tatsächlich an einem Aktorkanal hängt. Das war insoweit völlig überdimensioniert. Zum Glück sind die Kosten der vielkanaligen KNX Schaltaktoren überschaubar, so daß diese Überdimensionierung nicht all zu teuer war. Kostet nur Platz im Verteiler.

Bei uns gibt es fast keine geschaltete Steckosen.
Die Ausnahmen sind

  • Die Ständerleuchten werden mit einem Zigbee Dimmaktor geschaltet.
  • Die Steckdose im Bad für den Heizlüfter und die Steckdose beim Eingang für die Weihnachtsbeleuchtung ist geschaltet.
  • Die Aussensteckdosen beim Sitzplatz sind auch geschaltet. Diese werden nur beim gebrauch mit einem Timer ein paar Stunden eingeschaltet.
    Nach 11 Jahren sind nie andere Bedürnisse aufgetaucht
    .

Beispiel Büro:
PC, Monitore. Jeweils schaltbar. Dazu kommen: Drucker, Scanner, spezieller Drucker. Wird niemals alles gleichzeitig gebraucht und daher wird es nur angeschaltet, wenn es gebraucht wird.

Beispiel Kinderzimmer: Aus Sicherheitsgründen alle Steckdosen schaltbar.

Beispiel Wohnzimmer: Fernseher, SAT Receiver, AV Receiver, BluRay Player, FireTV Stick, Subwoofer. Wird alles so mit Strom versorgt, wie es gerade benötigt wird. Ansonsten ausgeschaltet. Eine Ausnahme bildet seit kurzem der Fernseher, da das OLED Gerät ständig Strom benötigt.

Ich habe 7 SONOS Lautsprecher im ganzen Haus. Die verbrauchen im StandBy fast genau so viel, wie wenn se spielen. Daher: Strom weg, wenn nicht benötigt.

Und die Deko-Steckdosen neben allen Fenstern sind auch schaltbar. Möchte ja nicht, dass die Weihnachtsdeko 24/7 aktiv ist.

Ich würde es jederzeit wieder so machen.

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So ähnlich ist es bei mir auch, vor 25 Jahren LCN verbaut und diverse schaltbare Steckdosen geplant. Heute zusätzlich Tasmota und Zigbee und extrem viele schaltbare Steckdosen.
Seitdem ich versuche Selbstversorger beim Strom zu sein, wird alles möglich abgeschaltet :slight_smile: .

Was ist dein Ziel dabei, möchtest du den Standbyverbrauch minimieren? Die genannten Geräte wären bei mir ausnahmslos solche, die NICHT automatisch bei Spannungswiederkehr einschalten.

Für mich wäre das ein Bedienungsdesaster, diese Geräte jedesmal manuell am Gerät (wie gesagt: idR Taster) wieder einschalten zu müssen.

Hinzu kommt, dass die Schaltnetzteile diese Schaltzyklen auch nicht so gerne mögen, meine defekten Netzteile sind idR beim Neustart nach einer Netztrennung (Spannungsabschaltung Versorger) gestorben. Dauerlauf kostet etwas Standby-Stromverbrauch aber belastet die Elektronik nicht so.

Korrekt. Ich weiß aber auch, dass sich die Kosten des Schaltkanals bzgl. des StandBy Verbrauchs des dazugehörigen Gerätes niemals rechnen werden.

Fernseher werden nach Zuschalten der Spannung per IRTrans eingeschaltet. SAT Receiver ebenfalls. AV Receiver wird per API eingeschaltet. BluRay Player, FireTV Stick und Subwoofer sind nach Spannungswiederkehr an. SONOS ebenfalls. Im Büro gehen PC, Monitore und Drucker ebenfalls nach Spannungswiederkehr an.

Ich wohne seit 6 Jahren in meinem Haus und hatte div. Geräte vorher (seit 2013) auch schon per HomeMatic Zwischenstecker geschaltet. IP-Symcon, und damit die Möglichkeit, Geräte automatisiert zu schalten, nutze ich seit 2009. Bisher ist mir noch kein Gerät gestorben, weil ich ihm den Strom weggenommen und später wieder zugeschaltet habe.

Ich habe eine Menge geschaltete Steckdosen. Stehlampen, Weihnachtsdekoration, Akkustaubsauger, Ladestationen, Kaffeemaschine, Server, 3D Drucker, Kompressor, Außensteckdose,…und einige noch über Zwischenstecker

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Ich habe bei uns auch die KNX installation selbst geplant.
Es hat mir viel Spaß gemacht, aber auch sehr viel Arbeit gemacht.
Bestimmt gibt es Dinge, die ich jetzt mit der Erfahrung anders machen würde, aber das ist überschaubar.
Dazu gehören auch die schaltbaren Steckdosen. Hier habe ich pro Raum mindesten 2 schaltkanäle (5 adrig angefahren). Viele werden davon fast nie genutzt. Zwischenstecker sind da flexibler.
Teilweise zuviele Bedieneinheiten (MDT smart Taster mit Display), man benutzt das nicht mehr soviel wie früher die Lichtschalter, weil einfach nicht nötig.
Meist wird symcon auf dem Handy geöffnet, statt aufzustehen und zum Taster zu laufen.

Bei Präsenzmeldern hatte ich das Thema, dass wir Katzen haben und ich nicht ständig Licht haben will, wenn die Katzen sich im Haus bewegen.
In den Fluren habe ich daher die Bewegungsmeleder auf schalterhöhe. Sonst schalte ich nur Licht in den Bädern und der Küche mit Präsenzmeldern (Decke). Die werden erst freigegeben, wenn im Flur davor eine Bewegung erkannt wurde. Das Funktioniert sehr gut und die Katzen lassen das Licht aus.

Bei mir läuft alles auch ohne symcon, nur Komfort Funktionen fallen weg, wenn symcon mal nicht läuft.
Das würde mich evtl an der Lösung mit Hue im KNX taster stören. Wenn symcon nicht läuft, lässt sich kein Licht mehr schalten.
Mein Licht ist größtenteils mit 24V Spots per LED aktor ausgeführt.

Ich habe den KNX Kurs von Matthias von Haus-automatisierung.com gemacht. Ich fand es sehr strukturiert, gerade den ersten Teil, bei dem es um die Erstellung der Planung geht.
Den zweiten Teil mit der KNX Programmierung fand ich okay, hat mir geholfen es zu verstehen und meine eigene Lösung zu finden. Aber da gibt es bestimmt bessere.

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Fürdie klassische Filter-Kaffeemaschine mit Klickklack-Netzschalter war das ein beliebtes Automatisierungsbeispiel. Bei unseren Vollautomaten mit Taster zum Einschalten ist die schaltbare Steckdose aber seit vielen Jahren schon arbeitslos geworden.

Bei den neueren Ladegeräten, Monitoren, TV usw. hat sich das Wegschalten der Netzspannung eigentlich auch erübrigt, weil die gemäß Ökodesign-Richtlinie maximal 1W im Standby benötigen. Öfter man nachgemessen, passt, da lohnt der Aufwand zur 230V-Abschaltung nicht.

Die von Christoph genannten Sonos-Lautsprecher sind eine unrühmliche Ausnahme, vermutlich sind die formal gesehen immer eingeschaltet und entziehen sich diesem gesetzlichen Limit. Für Sonos sehe ich die geschaltet Steckdose auch als nützlich an.

edit Nachtrag: Einen großen Nutzen bei der Automatisierung kann allerdings die Strommessung eines Aktors haben, um den Zustand des angeschlossenen Gerätes zu erkennen. Da geht es dann gar nicht primär um’s Wegschalten der Netzspannung, sondern um Automatisierung von Abhängigkeiten. Diese KNX Schaltaktoren mit Strommessung sind etwas teurer als reine Schaltaktoren, aber für „dumme“ Geräte deren Zustand man nicht anderweitig abfragen kann ist das eine nette Lösung. Vorbereitung der Steckdosen mit einzelnen Adern ist insoweit nützlich, was man durchbrückt und was man tatsächlich per Aktor verschaltet ist dann jederzeit änderbar.

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Ja das kann ich bestätigen. Waschmaschine und Trockner sind nicht smart und werden so etwas smart.
PC schalte ich per knx taster an. Sobald er heruntergefahren wird und Strom weg ist wird der Strom abgeschalten. Monitor PC usw sind dann komplett stromlos.
AV Receiver dient als Master, sobald er an ist werden die restlichen Komponenten mit Strom versorgt. Leinwand wird gefahren wenn der Beamer angeht.
Das alles mit strommessaktor.

Danke für eure ganzen Praxiserfahrungen. So etwas hilft immer am Meisten.

Ok, das ist natürlich ein gutes Argument. Macht es Sinn den Ise SMART CONNECT KNX Hue dafür zu nutzen? Hat hier jemand Erfahrungen? Gibt es Einschränkungen? Was heißt „Separate Steuerung von bis zu 25 Philips Hue-Leuchten“? Ich habe natürlich mehr als 25.

Den ISE kenne ich nicht weiter.
Aber ich würde mir vorher genau überlegen wo stört es mich und wo kann ich damit leben, wenn das Licht mal nicht geht.
Du könntest mal testen, ob du über knx an/aus schalten kannst und dimmen über hue.

Ich habe mir damals ganz klassisch ein kleines testbaord gebaut. Die KNX Komponenten habe ich später im Haus verwendet. Da kannst du sowas mal ausprobieren.

Ich würde mir aber überlegen die Hauptbelechtung komplett in knx (oder ein anderes Kabelgebundenes System) zu machen. Ich bin dafür bei mir auf 24V mit LED Kontrollern gegangen. Das funktioniert super.
Für einige 230V Leuchten habe ich Dimmaktornen. Geht nicht so schön wie mit den 24V, aber funktioniert auch.

Ich habe den ISE Connect HUE im Einsatz. Mir war das Zuviel gefrickel mit HUE - > Symcon → KNX.
Läuft stabil, gibts bei Kleinanzeigen oder Ebay öfters mal für schmales Geld.
Brauchst halt viele Gruppenadressen.
Kannst auch mehrere HUE-Bridges anmelden.
Habe auch den Connect SONOS von iSE.
Gruß,
Peter

Ja das halte ich natürlich auch für das Beste. Ich bin aber auf ein Schienensystem angewiesen. Natürlich wäre Dali sicherlich die sinnvollste Lösung, aber ich habe mir die Preise der Spots angeschaut und da geht es pro Spot ab 100€ los. Zudem sind die Schienen recht klobig und eine schöne Auswahl an Lampen habe ich auch noch nicht gefunden. Alles wirkt eher wie eine Kaufhausbeleuchtung für Schienen.

Meine Idee ist auch, dass ich gerne fast alle Lampen einzeln und mit Farbe ansteuern möchte, da wir gerne auch einfach mal einen Spot auf die Vitrine richten möchten, ohne, dass gleich die ganze Gruppe mit angeht etc. Auch im Bereich Farben habe ich noch keine gute Alternative gefunden.

Ich werde wohl einen Kompromiss eingehen müssen. Über KNX habe ich zuverlässige Tasten und nicht mehr das Problem mit Batterieschalter, die in den Sleep-Modus gehen. Auf der anderen Seite hoffe ich auf eine zuverlässige Schaltung der Leuchtmittel. Bisher funktioniert das Hue System hier in der Wohnung auch zuverlässig.

Außer die Steuerung von Hue Leuchtmitteln mit dem Szenensteuerungsmodul. Das schon seit 2 Jahren nicht. Gerade nochmal getestet. 2-3 von 6 Leuchten rufen die geseicherten Werte nicht korrekt auf. Es ist auch keine Konstanz zu beobachten. Egal, anderes Thema und steht auch schon im passenden Thread.

Ich tendiere derzeit erstmal dazu die Hue Leuchten mit Symcon ↔ KNX zu nutzen und werde mit die Option des ISE offen halten.

Ich habe noch den 1home Server KNX Pro entdeckt. Der kann noch mehr als nur Hue. Hat hier jemand Erfahrung oder ist man da besser bei Symcon aufgehoben. Konkurrieren die Systeme? Schließlich möchte ich Symcon weiternutzen, da ich es mag. Nur bei gewissen Themen wie Rolladen, Licht, Klima, Rolladen etc. würde ich gerne KNX den Vorrang geben und nicht auf Funklösungen mehr zurückgreifen wollen. (Hue Leuchten mal ausgenommen. Ihr kennt mein Dilemma :wink:

Mit der Idee starten viele, weil es vermeintlich die maximale Flexibilität verspricht. Die Lichtleistung und auch die Lichtqualität (Farbwiedergabe) ist aber bei den kombinierten LED unterdurchschnittlich. Unbedingt vorher testen, ob das den eigenen Ansprüchen genügt.

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Gibt es denn eine Empfehlung für Leuchtmittel (GU10) für Spots, die den Anforderungen genügen und mit einem 3 Phasen Schienensystem funktionieren? Die meisten Leuchtmittel die ich finde haben immer Zigbee/ Wlan etc mit an Board.

Grundsätzlich bin ich anderen Beleuchtungssystemen auch nicht abgeneigt, nur muss das Preisverhältnis passen, gerne einzeln ansteuerbar, Farbe können und gerne dezent aussehen :wink:

Bei deiner Frage schwingt ein Missverständnis mit, deshalb möchte ich auf den Unterschied zwischen Leuchtmittel und Fassung hinweisen. Der GU10 Sockel ist da vielseitig verwendbar und mit

„spot 3 phase schiene gu10“

findet man diverse Fassungen für 3-Phasen-Schienen zu Preisen ab 15€. Damit kann man pro Schiene 3 separate Lichtkreise schalten/dimmen über die 230V-Zuleitung. Oder wenn’s denn Zigbee sein soll geht das natürlich auch, in dem Fall dann Dauerspannung an diesem Stromkreis.

Ich persönlich habe hier KNX-Dimmung mit 230V Leuchten (Phasenabschnittsdimmung, kein DALI) verbaut, darunter auch einige GU10 Spots dort, wo man nicht so viel Leistung benötigt. Die Philips Master Expertcolor in Lichtfarbe 927 finde ich ziemlich gut, also diese, wenn man feste 2700K mag. Gibt es auch in 3000K.

In Dim2Warm gibt’s auch einiges, aber da ändern sich die Modelle häufiger. Ich habe sowas verbaut aus der professionelle Serie von Philips: Klick

Die Consumerprodukte bieten mehr Auswahl bzgl Dim2Warm Klick

GU10 mit Farbe kämen mir nicht in den Wohnraum, weil die Leuchtmittel dann immer einen Kompromiss bedeuten beim (für mich wichtigen) weißen Licht. Die würde ich allenfalls im Partykeller verbauen, aber ganz sicher nicht als Hauptbeleuchtung im Wohnraum.

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Wie funktioniert denn da die Farbeinstellung bei GU10 und Farbe!? Das kann doch nur über Funk gehen?