auf einem frisch aufgesetzten Debian 13 mit IP-Symcon 9.0-752 fallen mir beim Systemstart zwei Warnungen auf:
systemd-sysv-generator meldet, dass für /etc/init.d/symcon keine native systemd Unit vorhanden ist und deshalb automatisch eine Kompatibilitäts-Unit erzeugt wird. Dabei erscheint auch der Hinweis, dass diese Kompatibilitätslogik zukünftig entfernt werden soll.
Zusätzlich meldet der Kernel beim Start von Symcon:
process ‚/usr/bin/symcon‘ started with executable stack
Symcon selbst startet anschließend problemlos und läuft normal.
Sind beide Meldungen bei der aktuellen Linux-Version von IP-Symcon bekannt bzw. so zu erwarten? Insbesondere würde mich interessieren, ob zukünftig eine native systemd-Service-Datei vorgesehen ist und ob die Meldung zum „executable stack“ bei /usr/bin/symcon unbedenklich ist.
Aus meiner Sicht müsste das Symcon-Debian-Paket eine native systemd-Unit mitliefern, statt sich auf /etc/init.d/symcon und den systemd-sysv-generator zu verlassen. Dann müsste systemd beim Boot keine Kompatibilitäts-Unit mehr erzeugen und die Deprecated-Warnung wäre weg.
Je nachdem, wie Symcon intern starten soll, wäre vermutlich eine Unit mit Type=simple und ExecStart=/usr/bin/symcon service sauberer als ein altes forking-Init-Skript. Beim Paket-Install/Upgrade müssten daemon-reload, enable und restart dann entsprechend über die Debian-Paketmechanismen laufen.
Nebenbei: In der Installationsanleitung steht stellenweise noch apt-get update. Das funktioniert aktuell zwar noch, ist aber ebenfalls der ältere Weg und für normale Anwender inzwischen nicht mehr zu empfehlen. Passender wäre heute apt update. Die systemd/init.d-Umstellung ist aus meiner Sicht aber das wichtigere Thema.