Es gab schon im April Tage mit negativen Stunden. Soweit negativ, dass selbst mit den Kosten der Netzbetreiber, kein positiver Preis zustande gekommen ist.
Dein Klaus Müller ist mir eigentlich egal. Ich schalte ab, weil es ökonomischer für mich ist. Die PV Anlage ist dafür da, meine Kosten zu senken. Wenn jetzt der Strom nichts oder weniger als nichts kostet (wie meine PV Anlage) dreh ich sie ab.
Ok, diese Info hast du verschwiegen Dann würd ich sie auch nicht abschalten. Ich bekomme nichts und noch weniger als nichts da mein Einspeispreis auch dynamisch ist.
Leider besteht wie in dem Video zu sehen, die Möglichkeit dieses System zu seinem eigenen Vorteil, und auf Kosten der Allgemeinheit auszunutzen.
Wir alle bezahlen über unserem Strompreis die Einspeisevergütung von PV & Windstrom usw. Strom den wir an manchen Tagen aber gar nicht gebrauchen können.
Dann wird dieser Strom förmlich „vernichtet“ wofür wieder die Allgemein zum Vorteil einzelner bezahlen muss.
Die Energiewende kostet viel Geld, dafür wurde die EEG Umlage geschaffen die auch jeder Stromkunde bezahlt.
Das jetzt am Ende der Strom noch teuer vernichtet werden muss, und sich einzelne daran bereichern war so aber bestimmt nicht geplant, geschweige denn einkalkuliert.
Du hattest oben geschrieben, dass du trotz Überangebt und negativer Preise selbst einspeist, damit trägst du zu dem Problem bei. Das, was du in dieser Zeit einspeist, muss zu negativen Preisen teuer “entsorgt” werden, damit das Netz stabil bleibt.
Du bekommst Einspeisevergütung für sinnlose Erzeugung, die Allgemeinheit zahlt doppelt. Danke für Nichts!
Ich bin damals dem Ruf der Energiewende gefolgt und habe sehr viel Geld investiert.
Das es bei diesem Plan zu einer nicht gewünschten Überproduktion kommen kann, hat mir 2010 keiner gesagt.
Ja, ich bekomme Einspeisevergütung, und so war das auch damals vorgesehen.
Daraus lasse ich mir heute keinen Strick drehen.
Die bezahlte Vernichtung von Energie hat aber damals keiner geplant, und wurde auch erst durch
den Einsatz von Smart Metern und börsenstromabhängigen Tarifen möglich.
Die Kosten dieser Energievernichtung treiben den Strompreis zusätzlich in die Höhe.
negative Strompreise sollten der Industrie vorbehalten werden, die diesen Strom dann wenigstens sinnvoll nutzen können.
Aber nicht der deutsche „Otto“ der sich 4 Heizlüfter auf den Balkon stellt, um schamlos
das System auszunutzen.
Heute ist die Situation, dass Einspeisung in bestimmten Zeiten schädlich ist, weil das Netz an der Kapazitätsgrenze ist. Der negative Strompreis ist das Signal, dass du NICHT einspeisen sollst sondern VERBRAUCHEN sollst.
Derjenige, der nach deinem Worten das “System schamlos ausnutzt” macht genau das, was gewollt ist: er bringt das Netz zurück zur Stabilität. Das ist kein Ausnutzen, sondern genau die gewollte Antwort auf das Preissignal: es muss Last an’s Netz!
Nochmal: Dieser Verbrauch ist in diesem Moment aber ERFORDERLICH, um das Netz stabil zu halten. Wenn du in diesem Moment EINSPEIST bist DU Mitverursacher des Problems und treibst die Kosten weiter in die Höhe. Das ist nach alten Veträgen rechtmässig, aber völlig kontraproduktiv, weil es die Allgemeinheit Geld kostet, wenn du entgegen dem Bedarf IMMER einspeist.
Da ist Handlungsbedarf, um die Einspeisung nach Bedarf zu steuern.
Als jahrelanger Planer für industrielle Großanlagen muss ich dir für deine Aussage vollkommen Recht geben. Die einzige Lösung für eine sinnvolle Stromwirtschaft ist die Errichtung von Speicherkapazität (Batterie, Pumpspeicher, mechanische /dynamische Speicher), alle anderen politisch „hervorgezauberten“ Lösungen sind technischer Humburg.
Ja schon, aber ganz praktisch lassen sich die Grundlastkraftwerke bei Überangebot im Netz halt nicht mal schnell abschalten, deshalb trifft’s bei der Abschaltung eben diejenigen Erzeuger, die schnell reagieren können. Und reagieren muß man, damit das Netz nicht zusammenbricht.
So passiert eben das, was hier zu beobachten war: Stromverbraucher verzweifelt gesucht, die dafür auch noch Geld bekommen. Das Gleichwicht zwischen Erzeugung und Verbrauch muss gewahrt bleiben, egal wie.
Und weil das Kappen der Spitzen so lukrativ ist gehen ja auch bald viele Großspeicher an’s Netz, die potentiellen Betreiber stehen Schlange. Nun muß es umgesetzt werden.