OT: Möglichkeit THD zu messen und zu visualisieren

Moin zusammen,

Im High-End-Hifi-Sektor ist die “Netzverschutzung” immer wieder ein beliebest Thema.

Liest man in den Foren, so ist ein Gesamtklirrfaktor einer Hifi-Kette von 1% hörbar. Wenn auch die einzelnen Komponenten die 1% bei weitem nicht reißen, so können, bzw. kommen Harmonische auch über das Netz kommen. Grundsätzlich ist zwar hier erst einmal die Frage, ob diese stören, aber das möchte ich hier nicht diskutieren.

Viel mehr interessant ist für mich die Frage:

Gibt es einfache und dauerhaft einsetzbaren Möglichkeiten THD und den DC-Anteil (z.B. von PV-Anlagen) zu messen und in IPS zu visualisieren?

Gruß,

Guido

Wenn es einer weiß, dann @volkerm

Dann warte ich mal ab, ob er etwas schreibt. Danke Dir schonmal.

Falls du KNX nutzt fällt mir dieses Energiemeßgerät von Enertex ein, welches THD usw. erfassen kann:

Smartmeter2

Ja. Cool. KNX nutze ich.

Das würde passen. Ich habe zwar schon einen Energiezähler eingebaut, aber dann kommt halt noch einer davor.

Warte ich bis September ab. Dann kommt der auf den Markt.

Nachteil ist natürlich das KNX nicht so schnell ist wie z.B. die WAGO 750. aber es sollte ausreichen.

Oder hat noch jemand eine Idee?

Warum willst du den THD permanent messen ?
Würde es nicht reichen die typische Kennline aufzunehemen oder falls vorhanden aus dem Datenblatt rauszulesen ?

Ohne Belge dafür zu habe behaupte ich mal das Energiemessgeräte aufgrund ihrer begrenzten Bandbreite (brauchens für ihren Haupteinsatzzweck ja nicht) hier bestenfalls einen Schätzwert liefern.
Wenn schon dann nimm passendes Laborequipment, insbesondere wenn dich der niedrige % Bereich interessiert.

gruß
bb

Das Enertex-Gerät hat eine passende hohe Abtastrate, die ermittelten Werte sind schon glaubhaft.

Und wenn ich die Aufgabe richtig verstehe geht es um die laufende Erfassung der Netzqualität, da wird eine einmalige Messung nicht helfen. Inhaltlich halte ich die Auswirkung auf Audio-Wiedergabe für Vodoo, aber wenn man dran glaubt wäre dies ein Weg zur Erfassung der Netzqualität.

Moin,

ich denke (zumindest bei mir) gibt es keine typische Kennlinie. Ich wohne im Außenbezirk, eingekreist von der Landwirtschaft, als letztes Haus an der Leitung. Flicker kenne ich aus der stetigen Beobachtung, wenn die Bauern z.B. die Korntrocknung zuschalten. Gerne genommen werden auch HQL Lampen.

Zudem habe ich in der unmittelbaren Nähe ein Elektrostahlwerk.

Und zumindest ich bilde mir ein, beim Musik hören mitzubekommen, wann die produzieren und wann nicht.

So einen Netzfilter für Hifi hatte ich mir ausgeliehen und bin drauf und dran auch einen zu Kaufen, da wir mit mehreren Leuten Blind erkannt haben, wann der Filter ein- oder ausgeschaltet war. What ever. Ob ich den Kaufe hängt von vom Modell/Preis ab.

In unserem Haus in Frankreich hat mir das Teil auf jeden Fall einen THD von 1,5% bis 2,3% angezeigt. Und selbst meine Frau sagte, dass sich das mit Filter anders anhört.

In D habe ich zwischen 3,2% und 4,0% THD. Da hat auch mein Nachbar mit 70+ gesagt, dass er das nicht glaubt, es aber hörbar ist.

Ich möchte das THD kontinuierlich messen, um zu sehen, ob sich auch auf längere Sicht das Netz verändert. Ist halt, neben dem Hören, eine schöne Spielerei.

PS.: Ob man dieses oder jenes, gerade im High-End Sektor hört, oder nicht, ist sicherlich von vielen Faktoren abhängig. Und ja, es ist sicherlich viel Voodoo dabei. Aber es gibt auch Leute die Mondwasser trinken. Der Markt will bedient werden.

OK, ich dachte dir geht es darum den THD deiner PV zu ermitteln.
Wegen der Verursacher würde ich aus technischer Sicht die Landwirtschaft eher ausschließen. Ja, wenn da eine große Last (Heutrockner) eingeschaltet wird kann es durchaus Spannungsschwankungen geben, allerdings sind das vermutlich keine Wechselrichter im Spiel welche Oberwellen erzeugen.
Beim Stahlwerk hingegen ist es gut vorstellbar das da große Wechselrichter oder Stromsteller arbeiten. Allerdings sind das Industrieanlagen welche vermutlich professionell geplant und gewartet sind und von da her den wohl die jeweils gültigen Regeln bzgl. Netzverschmutzung einhalten.

Als nüchterner Techniker habe ich mit dem Argument das Netzschmutz auf das was du HÖRST einen Einfluss hat so meine Bedenken. Hochwertige Geräte müssen damit umgehen können.
Ich verstehe aber gerne das du etwas anderes EMPFINDEST wenn die Anlagen laufen. Diese Empfindung könnte neben dem simplen Wissen das Anlagen laufen doch auch durchaus durch mini Erschütterungen, oder Infraschall ausgelöst werden. Insbesondere Infraschall ist in deiner beschriebenen Situation vielleicht gar nicht so abwegig. Das Gehirn summiert ja immer alle Eindrücke und projeziert es auf den Haupteindruck.

Hat jetzt nicht unmittelbar damit zu tun, aber in diesem Zusammenhang wundere ich mich immer wieder das die betroffenen HiFi Leute sich nicht einfach einen Akku hinstellen und die Gerätschaften niederspannungsseitig direkt mit Gleichstrom aus dem Akku versorgen. Besser, sauberer und auch impulsfester geht nicht.

schöne Grüße
Bernhard

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Hallo Bernhard,

ich habe mal einige Jahre im Maschinenbau gearbeitet.
Da wurden auch Schweismaschinen gebaut die leider mehr brauchten als der Netzanschluß hergab.
War schon lustig was da passiert ist, auch in der Nachbarschaft.
Ich bin froh, aus den Job’s raus zu sein.

Thomas

Das kenne ich auch.

Ich habe mehrere Schweißgeräte. Keine Eigenbauten und alle keine 5 Jahre alt. Und zumindest wenn ich mit dem MIG/MAG Gerät längere ununterbrochene Nähte schweiße bekomme ich von der USV des Servers die Meldung “Umschaltung auf Batteriestrom. Grund: frequency and phase difference”. Da möchte ich auch nicht wissen was im Netz los ist.