Erkenne Empfangs-GA Automatisch

Moin moin,

hat hier vielleicht schon mal jemand mit der neuen Funktion „Erkenne Empfangs-GA Automatisch“ ,bei der ich den Suffix selbst bestimmen kann, für den XML import der KNX-Adressen gearbeitet?

Irgendwie scheint die automatische Zuweisung bei mir nicht zu funktionieren.

Vor dem Einlesen, habe ich das Schlüsselwort bei der Konfiguration der Funktion „Erkenne Empfangs-GA Automatisch“ wie folgt mit „.state“ konfiguriert:

Meine KNX Gruppenadressen sind beispielsweise wie folgt aufgebaut:

schaltende:

switch_light | 1F | hall | downlights
switch_light | 1F | hall | pendant
switch_light | 1F | hall | walllight
switch_light | 1F | hall | stairlights
switch_light | 1F | hall | dog_room

hörende:

switch_light | 1F | hall | downlights.state
switch_light | 1F | hall | pendant.state
switch_light | 1F | hall | walllight.state
switch_light | 1F | hall | stairlights.state
switch_light | 1F | hall | dog_room.state

Nach dem Einlesen der XML, habe ich die schaltenden GA’s markiert und in IPS über „Ausgewählte erstellen“ erstellt.

Wenn ich nun im Objektbaum auf die Eigenschaften der Instanz einer dieser GA’s gehe und dort „MEHR“ wähle um die hinterlegten GA’s zu prüfen, werden mir diese dort nicht aufgeführt.

Mache ich etwas falsch?

Danke für Eure Tipps!

Die GA müssen aktuell auf einer Ebene sein. Bei deiner Struktur wäre aber sinnvoll das matching über alle Ebenen zu machen. Das müssen wir jedoch einbauen - was ich jedoch für sehr sinnvoll halte.

paresy

Danke für die schnelle Antwort…

Das wäre schon eine sehr hilfreiche Funktion!

Gibt es eine ungefähre Richtung, wann die 6.1 kommt?
Habe hier nämlich gerade drei Projekte mit ordentlich GA’s umzusetzen…

Danke!

Ralf

Kleiner Tipp am Rande: Spätestens bei Tunable White oder RGBW Beleuchtung gibt es Probleme mit dieser Art der Anordnung der Gruppenadressen.

Ok, dann aber auf Seite von IPS in Verbindung mit der automatisch hörenden Adresse oder was genau meinst Du damit?

KNX seitig steuere ich die von dir angemerkten Betriebsarten bereits bei mehreren Projekten erfolgreich Problemlos an. IPS seitig, kann es sein, da bin ich noch nicht so richtig im Thema.
Aber vielleicht magst Du das mal detaillierte umschreiben, was genau zu welchen Problemen führt…

Danke!

Es scheint, dass Du die Mittelgruppen für die Funktion nimmst, also beispielsweise:
Schalten
Status Schalten

und so weiter.

Bei normal dimmbarem Licht (Schalten, Dimmen, Wert, Status Schalten, Status Wert) kommst Du mit dem maximal möglichen 7 Gruppen auch noch hin. Wenn es dann aber in Richtung RGBW geht, dann erschöpfst Du alle 7 Mittelgruppen allein schon mit den normalen Funktionen. Was passiert dann, wenn Du einen Lichtkanal sperren willst? Oder Du noch die Betriebsstunden mit ausgeben willst? Die 7 Gruppen sind schneller voll, als man gucken kann. Daher empfinde ich dieses System als nicht mehr zeitgemäß.

Nun bin ich aber neugierig geworden. Was wäre denn aus deiner Sicht eine „zeitgemäße Struktur“?

1 „Gefällt mir“

Eine Struktur, in welcher ich bzgl. der Anordnung der Gruppenadressen nicht durch maximal 7 Mittelgruppen limitiert bin ist für mich zeitgemäß-

Früher ging das. Da hatte man bei einem Rollladen beispielsweise Auf/Ab und Stopp, irgendwann später noch Position und Status Position. Sind 4 Gruppenadressen pro Rollladen. Nimm heute mal einen aktuellen Aktor. Da kannst Du pro Rollladen bis zu 23 Gruppenadressen haben. Die kann man schwierig in 7 Mittelgruppen unterbringen. Beim MDT Rollladenaktor habe ich alleine 5 verschiedene Gruppenadressen, um die unterschiedlichsten Dinge zu Sperren. Dies nur als Beispiel.

Ich empfinde die Struktur

Gewerk - Geschoss

daher am Besten. Ich nutze sie bei mir zu Hause und in allen meinen Projekten - mit einer Ausnahme. Egal ob Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, kleines Bürogebäude, Arztpraxis, Eigentumswohnung. Die Struktur passt einfach immer. In Zusammenarbeit mit IP-Symcon hat sie sogar noch sehr viele Vorteile.

Grüße,
Christoph

Hallo Christoph, erst einmal vielen Dank für Deine ausführliche Ausführung. Ich respektiere Deine Herangehensweise, wobei ich denke, das die Struktur von Projekt zu Projekt immer wieder neu bewertet werden sollte.

Mir ist durchaus bewusst, das die moderne Aktorik ein vielfaches an Kommunikationsobjekten bereit stellt als wie es noch vor ein paar Jahren war. Es stellt sich jedoch die Frage ob wirklich immer alles an Kommunikationsobjekten benötigt und angelegt werden sollte, was angeboten ist. Teilweise schließt das eine Kommunikationsobjekt zwei weitere aus, oder es mach einfach keinen Sinn das eine einzusetzen, wenn das andere genutzt wird. Deshalb halte ich das Argument 23 Kommunikationsobjekte für einen Rolladen einzusetzen für sehr theoretisch.

Bei einem aktuellen Projekt würde ich nach Deiner Herangehensweise auch an meine Grenzen kommen. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, ich habe derzeit bei einem „Glas-Haus“ in den Hamburger Elb-Vororten im Erdgeschoss 24 Raffstoren laufen. Nach Deiner priorisierten Struktur Gewerk-Geschoss hätte ich, ohne weitere Mittelgruppen, bei der Nutzung aller 23 Kommunikationsobjekte genau für 11 Raffstoren in einer Mittelgruppe platz. Daraus ergibt sich, das ich drei mal das EG in der Hauptgruppe „Beschattung“ anlegen müsste. Nun könnte man argumentieren, dass ich die benötigten drei Mittelgruppen in vier aufteile und dann mit EG-Nord, EG-Ost, EG-Süd und EG-West arbeite. Dann bleibt aber zu hoffen dass ich noch genug Platz für die anderen Strockwerke habe.

So richtig erschließt sich also der große unterschied nicht wirklich gegenüber meiner favorisierten Struktur, in der ich nun 7 Mittelgruppen für Steuerungsbefehle und wenn notwendig, weitere 7 für Alarm und Sperrbefehle nutzen würde und ggf., was mir jedoch noch nicht untergekommen ist, eine dritte Mittelgruppe für die Kommunikationsobjekte 15-21. Irgendeinen Tot muss mann sterben.

Fazit: Ich sehe es so, das zu Beginn eines Projekte sehr wohl und gut überlegt, der Aufbau der Struktur gewählt sein sollte. Und wie schon gesagt, etwas künstlerische Freiheit sollte doch schon drin sein, oder? Es ist ja nicht immer alles schwarz und weiß. In diesem Sinne, bleibt gesund!

Ralf

PS: Wenn es interessiert, ich hatte auf Nachfrage zum Thema „zeitgemäße Struktur“ im knx-user-forum, einen Link aus einem Newsletter der KNX-Association erhalten, der aktuell drei verschiedene Strukturen und dessen Vor- und Nachteile aufzeigt, erhalten.

Kniffe der Branche: bewährte Verfahren für KNX-Gruppenadressenstrukturen KNX Association [Official website]

Mach ich. Wirklich. Hat bei einem Kunden mit Bungalow mit nur einer Etage z.B. überhaupt nicht funktioniert.

Natürlich legt man nur das an, was man wirklich braucht.

Ich komme in der Regel auf 10-14 Adressen pro Rollladen.

Ich muss ab dem x. Rollladen eine weitere Mittelgruppe für ein Geschoss dazunehmen und Du musst ab der x. Gruppenadressen pro Rollladen eine neue Mittelgruppe nehmen. Daher ist es kein Unterschied. Irgendwann kommt jedes System an die Grenzen.

Richtig. Es gibt nichts schlimmeres als Kollegen die nach dem Schema arbeiten „das haben wir schon immer so gemacht“ und nicht jedes Projekt individuell betrachten. Gilt natürlich nicht nur für Gruppenadressen, sondern auch z.B. für Auswahl der Hersteller der Aktorik. Einziger Punkt, wo ich so arbeite, ist IP-Symcon, d.h. ich überlege nicht bei jedem Projekt, ob ich dort IP-Symcon oder irgendwas überteuertes aus Radevormwald einsetze. IP-Symcon ist da fix gesetzt. :slight_smile:

Unsere beiden Varianten sind enthalten, daher scheinen wir beide auf einem guten Weg zu sein :beers:

Kurzes Feedback: Verbesserung kommt zur 6.1 :slight_smile:

paresy

Die GA Ebenen haben einen / und kein . als Trennung. Könnte das eventuell in der Darstellung verwirrend sein?

2 „Gefällt mir“

Guter Einwand. Das korrigiere ich :slight_smile:

paresy