Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Eaton (vorm. Moeller) Funksystem

xComfort kommuniziert per Funk auf der Frequenz 868,3 MHz, einem geschlossenen Frequenzband, das in Europa Gebäudeautomatisierungssystemen zugewiesen wurde. Diese Frequenz ist im ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical Band) speziell für diese Anwendungen reglementiert und stellt damit eine störungsfreie Nutzung der Frequenz sicher. Die Reichweite in Gebäuden beträgt abhängig von den verwendeten Baumaterialien etwa 30-50 Meter, aber sie lässt sich durch eine patentierte Routing-Funktion deutlich erweitern.

Die Sendeleistung der xComfort-Komponenten ist gering. Zum Vergleich: Ein Mobiltelefon nutzt eine bis zu 150 mal höhere Sendeleistung. Und die Komponenten von xComfort senden nur wenige Millisekunden lang, also halten die Batterien sehr lange: bis zu 10 Jahre bei Tastern und 5–7 Jahre für Temperatureingänge, Binäreingänge und Fernbedienungen. Bei den Batterien handelt es sich um Standardbatterien, die leicht vom Nutzer ausgetauscht werden können. Das System gibt Ihnen eine Warnung, wenn die Batterien ausgewechselt werden müssen. Quelle: Eaton Webseite

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Die Kommunikationsschnittstelle kann nicht die Konfigurations-Schnittstelle ersetzen, und auch nicht umgekehrt!
Die Konfiguration einer Anlage im Comfort Mode ist NUR mit der Konfigurations-Schnittstelle möglich.

Übersicht/Bezeichnung der wichtigsten Eaton Funksystem Komponenten:
Wohnbau und kleinere Zweckbauten >
xComfort - Funkinstallation

Empfangsqualität der Geräte

Die Empfangsqualität wird in Verbindungen zwischen den Geräten in Farbe dargestellt:

DUNKELGRÜN - sehr gute Funkverbindung
HELLGRÜN - gute bis mittlere Empfangsqualität
ORANGE - ausreichende Funkverbindung
GRAU - ungenügende Funkverbindung
keine - gar keine Funkverbindung

bsp2.png

Wird eine Verbindung zwischen einem Sensor und einem Aktor gezogen und diese berechnet, überprüft das MRF Tool auf Grundlage der eingelesenen Empfangsqualitäten den besten Verbindungsweg dieser Linie. (Zuordnung)

Ist die Empfangsqualität zwischen diesen beiden Geräten zu schlecht, um eine direkte Verbindung zu ergeben, sucht das Programm nach einem Gerät dazwischen, dem so genannten Router. Da die Nachricht nicht direkt gesendet werden kann geht diese von Sensor auf Router und von diesem zum Ziel-Aktor. Falls der Router wiederum das Endgerät nicht versteht, muss noch ein weiterer Router hinzugefügt werden usw.

Daher kann es in einzelnen Fällen dazu kommen, das über mehrere Strecken geroutet wird.

Wie ist der genaue Ablauf der Funktelegramme bei Routing:

  1. Sensor sendet den Befehl (Sensor auf Endaktor) an den Router
  2. Router bestätigt die Nachricht dem Sensor (oder bei mehreren Routern dem vorherigen)
  3. Router sendet den Befehl (Sensor auf Endaktor) an den Endaktor (oder an den nächsten Router bei mehreren)
  4. Endaktor bestätigt dem Router und führt den Befehl aus

Bemerkung: nur netzversorgte Aktoren können als Router fungieren

Bei Rechtsklick auf die Verbindung und ‚Routing Zeigen’ wird folgendes sichtbar.

Quelle: MRF Hilfe

Bei schlechten Rückmeldungen der Stati hat es sich bewährt mehrere Kommunikationsschnittstellen einzusetzen, welche günstig zu den Aktoren plaziert werden. Eine Möglichkeit der Anbindung an IPS ist es die Schnittstelle über LAN anzubinden. Dafür habe ich in diesem Beispiel eine Silex 1000U verwendet. Welche Referenzqualität besitzt. Die mitgelieferte Software SX Virtual Link ist quasi ein USB Fernanschluß. Das neue ECI LAN Gateway ist eine weitere Alternative.

Aktor<=>Kommunikationsschnittstelle-USB<=>Silex 1000U-LAN<=>Netzwerk<=>PC<=>IPS

3.png

Info: Wenn ein Aktor ein Passwort hat, welches nicht bekannt ist, ersteinmal 0000 versuchen.

  1. Mit einem Schraubendreher kürzer als 0,5 sek die Programmiertaste betätigen
    => Aktor geht in Lernmodus, die LED im Aktor leuchtet
  2. Mit einem Schraubendreher die Programmiertaste solange betätigen bis LED 5 mal geblinkt hat
  3. Mit dem Schraubendreher kürzer als 0,5 sek die Programmiertaste betätigen
    => Aktor verläßt Lernmodus

Im Verzeichnis …\Eaton\Eaton RF-System x.xx DE Final\Device Software\Ethernet CI findet Ihr die zwei Dateien *.rfp für den xComfort Stack (in IPS RFVersion genannt) und die *.up für die Firmware (in IPS FWVersion genannt).

Das Update erfolgt über das Webinterface des Gateways (einfach die IP Adresse im Browser aufrufen), unter dem Punkt Software Update. Bitte immer erst den xComfort Stack zuerst erneuern.